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Widtier gefunden! Was nun?

Fast täglich erhalten wir derzeit Anrufe von engagierten Tierfreunden, welche beim Spaziergang durch Wald, Wiesen und Parks ein „anscheinend“ mutterloses Wildtier aufgefunden haben.

Hierzu zählen besonders kleine Singvögel, Eichhörnchen, Greifvögel, Igel aber auch Feldhasen, Rehkitze und Marder.

 

Was man unbedingt wissen sollte:

Meistens verlassen die noch nicht richtig flugfähigen Jungvögel ihr Nest, werden aber außerhalb des Brutplatzes von den Eltern weiter versorgt. Ist der Fundort nicht sicher (Katzen, Hunde, Straße), sollte man sie an einen ge­schützten Ort nahe der Fundstelle umsetzten und sich entfernen um die Altvögel nicht beim Füttern zu stören.

Auch fallen Eichhörnchenjunge oft aus dem Nest, werden aber von dem Muttertier wieder zurückgeholt, auch wenn sie bereits angefasst wurden.

 

Kleine Feldhasen werden nur 1-2 mal täglich kurz von der Mutter gesäugt und dann wieder allein gelassen (Feldmulden), um keine Fressfeinde anzulocken. Feldhasenjungtiere genau wie Rehkitze und Frischlinge sollte man keinesfalls berühren, da sie anfangs „geruchsneutral“ sind und sie das Muttertier sonst nicht wieder anneh­men könnte. Ist das Berühren von Menschenhand aber schon geschehen, kann man versuchen, das Jungtier mit Gras abzureiben und es wieder an die Fundstelle zurück zusetzten. Ist auch nach längerem Beobachten aus größerer Entfernung (am besten mit einem Fernglas) unklar, ob das Jungtier verwaist ist, sollte die Försterei oder auch die Polizei informiert werden., die dann die nächsten Schritte organisieren.

 

Marder werden oft in menschlicher Nähe, zum Beispiel auf Dachböden gefunden, man sollte sie dort belassen. Die Alttiere nehmen, auch nach Menschenkontakt, ihre Jungen in der Regel nachts wieder zurück und bringen sie in ein anderes Versteck. Erst wenn sie am nächsten Morgen immer noch dort aufzufinden sind, sollte man helfen. Im Juli beginnen junge Fledermäuse ihre ersten Flugübungen, hierbei können sie sich auch mal in Wohnungen verirren. Öffnen Sie dann einfach über Nacht das Fenster od. hängen Sie die harmlosen Tiere abends kopfüber an die raue Hauswand.

 

Viele Igeljunge werden relativ spät im August/September geboren, müssen deshalb aber nicht eingesammelt werden. Nur wenn sie noch blind, am Tag außerhalb ihres Nestes gefunden werden oder wenn aufgrund der Witterung kein Futter mehr aufzufinden ist, sollte man helfen.

 

Wirklich hilflos?

Oft sind die meisten Jungtiere aber gar nicht schutzlos der Natur ausgeliefert, sondern werden von den Elterntie­ren an der Fundstelle weiter versorgt. Hier wäre ein menschliches Eingreifen ein schwerwiegender Fehler und senkt die Überlebenschance des Jungtieres deutlich. Auch sollte man bedenken dass die Handaufzucht, Pflege und Auswilderung  nicht einfach und sehr zeitintensiv ist und dass dem Jungtier so nicht die optimalen Aufzuchtsbedingungen gegeben werden können.

Ausnahmen sind nur verletzte, geschwächte und wirklich verwaiste Tiere, sowie allein aufgefundene, unbefiederte Jungvögel, die unsere Hilfe benötigen.

 

Wie kann ich helfen?

Bitte untersuchen Sie das Jungtier nach äußerlichen Verletzungen ohne es zu berühren und beobachten sie die Umgebung des Findelkindes erst gründlich einige Zeit aus Entfernung und versichern Sie sich, dass es wirklich verwaist und mutterlos ist. Ist dies der Fall oder Verletzungen sichtbar, sollte man erst dann Hilfe leisten.

Sind Sie sich dennoch unsicher, stehen Ihnen die Tierarztpraxis Dr. Matzke und das Kommunikationszentrum ,bei Fragen jederzeit gern zur Verfügung. Verletzte und verwaiste Tiere können, nach vorheriger telefonischer Ab­sprache, in die Tierarztpraxis Dr. Matzke im Rauener Kirchweg 26, gebracht werden. Diese werden dann zur weiteren kompetenten und liebevollen Pflege in das gemeinnützige Kommunikationszentrum Mensch & Tier gGmbH gegeben. Dort verbleiben sie bis zur Auswilderung, die stufenweise und fachlich fundiert durchgeführt wird.

Für diese aufwändige Tätigkeit ist das Kommunikationszentrum auf ihre Spenden angewiesen.

Besonders hilfreich sind Geld- und auch Futterspenden

 

Hier die Adresse für alle helfenden Tierfreunde:

 

Kommunikationszentrum Mensch & Tier gGmbH

Rauener Kirchweg 26, 15517 Fürstenwalde/Spree

Telefon: 03361/ 28 62

email: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Konto Nr.: 1000 368 668

BLZ: 170 550 50

Sparkasse Oder-Spree